Marlene Marder

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Marlene Marder

Musikerin und Mitgründerin der HFG - Homosexuelle Frauengruppe Zürich und verschiedener Kulturveranstaltungen.
*1. Dezember 1954, †15. Mai 2016

Biografie[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Marlene Marder war Sängerin und Gitarristin bei der Frauen-Punk-Band "Kleenex"(1978 – 1983). Gegründet wurde Kleenes von Klaudia Schifferle, Lislot Ha, Regula Sing und Marlene. Sie veröffentlichten lediglich zwei Singles bevor sie 1980 den Namen aus rechtlichen Gründen in Liliput änderten. Sie wurden v.a. in England ausgiebig rezipiert und lösten dort einen wahre Swiss-Wave-Hype aus. Auf dem Cover ihrer Debüt-Single trage sie aus Wellkarton gefertigte Kostüme, die frappant an Hugo Balls Auftritte im Karton-Kostüm erinnern. [1]
Sie arbeitete im gemischten Team der IGRF - Interessengemeinschaft Rote Fabrik Zürich mit. Dort veranstaltete sie erstmals die "Nuit Femmeuse", ein Abend mit 400 Frauen, mit regionalen, nationalen und internationalen Künstlerinnen. "Ein Fest der Superlative, das Ereignis am Frauenkulturhimmel", wie Gabi Mengel berichtet.
Marlene Marder gründete im im Sommer 1984 Pandora's Box, das Lesbenmagazin im Radio LoRa, das bis heute jeden Montag auf Sendung ist.
Mit Suzanne Zahnd und Lydia Bischofberger bildete sie die Frauenband "Dangermice" (1986-1992). "Viel Zeit widmete Marlene der Beobachtung der Rock- und Popszene. Sie führte zusammen mit Urs Steiger und ihrer grossen Liebe Juliana Müller den Plattenladen Upstairs, und die Crew gründete, verstärkt durch Katja Alves, die Konzertagentur AFID. Sie brachten Mano Negra, Bérurier Noir, Nick Cave, Diamanda Galás, Leningrad Cowboys, Die Goldenen Zitronen und viele mehr nach Zürich. (...) Marlene sattelte beruflich um und begann, für verschiedene NGOs zu arbeiten. Daneben verwaltete sie das Erbe von Kleenex/LiLiput, die in den USA und in Japan späte Anerkennung fanden."(Suzanne Zahnd)

Platten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marlene. Zürich 1976
  • Kleenex / LiLiPUT. Das Tagebuch der Gitarristin Marlene Marder. Edition Patrick Frey, Zürich 1986

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. dada ist komplett: ein komentiertes Personenverzeichnis. In: 96 Jahre DADA. Du Jubiläumsausgabe, S. 87.