Schema f

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Frauenbibliothek im Frauenzentrum Zürich

Geschichte[Bearbeiten]

Als erste Frauenbibliothek in der Schweiz wurde schema f 1976 unter dem Namen "Frauenbibliothek" mit einer Schenkung von 200 Büchern eröffnet. Die Bibliothek war damals eine Arbeitsgruppe der FBB (Frauenbefreiungsbewegung). Die Miete für die Wohnung (an der Lavaterstrasse) und alle anderen Kosten wurden von den Frauen bezahlt. 1980 wurde der FBB gekündigt, 1981 zog die Bibliothek mit der FBB an die Mattengasse 27 in Zürich, wo die Miete durch staatliche Gelder finanziert wurde. Die Bibliothek war ein Projekt des Autonomes Frauenzentrum AFZ und nahm regelmässig an den monatlichen Vollversammlungen (FrauVau) teil. Nach der offiziellen Schliessung des AFZ blieb die Bibliothek bis 2008 an der Mattengasse (eingemietet). Anschliessend wurde der gesamte Bestand eingelagert.

Bestand
In den ersten 10 Jahren wuchs der Bücherbestand auf 2000 Titel, darunter bereits damals viele Raritäten. 1991 war der Bestand auf 6700 Titel gewachsen ist (vgl. Artikel des ZS berichtet zum 15-Jahr-Jubiläum). Die Sammelschwerpunkte entwickelten sich über die Jahre von den Anfängen als Lesestoff für die Frauen der FBB hin zu einer breiten Sammlung zu den Themen Arbeit, Bildung, Dritte Welt, Therapie, Körper und Sexualität, Gewalt, Prostitution, Kunst, Spiritualität, Reisen u.v.m. Die Bibliothek sammelte ausserdem Zeitschriften (über 60 Titel), Plakate und graue Schriften. Spätestens 1991 lagen dann die Sammelschwerpunkte auf der Lesbenliteratur und dem Feminismus. Literatur von Lesben wurde mit dem doppelten Frauenzeichen auf dem Buchrücken gekennzeichnet. Die Bibliothek verfügte über einen Autorinnen- und einen Schlagwortkatalog (Zettelkatalog). Mitte der 90er Jahre wurde ein Rekatalogisierungsprojekt mit dem Feministischen Thesaurus (Köln) gestartet. Ende der 90er Jahre wurde begonnen, die Krimis elektronisch zu katalogisieren, danach wurden die ganzen Bestände in ein Bibliotheksprogramm übertragen. 1991 arbeiten 12 Frauen für die Bibliothek, alle unbezahlt.

Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten änderten sich über die Jahre. Im Alter von 15 Jahren war die Bibliothek viermal wöchentlich geöffnet, jeweils abends von 18-20 Uhr. Später wurde auf zwei Abende reduziert, meist dienstags und donnerstags.

Benennung
Ca. 1992 wurde der Name der Bibliothek zu "FrauenLesbenBibliothek" erweitert, Lesben sollten sichtbar werden. 1996, zum 25-jährigen Bestehen wurde der Name mittels eine Wettbewerbs unter den Leserinnen in schema f - bibliothek für furchtlose fabelhafte faltige fantastische frauen (Auswahl der Begriffe!). Damals wurde argumentiert: In der Öffentlichkeit wird der Name meistens zu "Lesbenbibliothek" verkürzt, was die Heteras im Team und bei den Nutzerinnen störte. Eine leidige Diskussion, die zur Änderung des Namens führt.

Lesbenbücherliste
Von der Bibliothek wurde auch die Lesbenbücherliste herausgegeben. Die erste Fassung erschien von der BOA im Frauenstock im Kanzlei, erstellt von Sile Mattenberger. Die zweite und die dritte Ausgabe (1995) wurden von Sibylle Dorn erstellt. Im Gegensatz zur ersten Ausgabe enthalten die folgenden keine Anmerkungen mehr. Sie umfasste zum Schluss sämtliche Literatur von und über Lesben, den Bestand der Bibliothek (inkl. wenige französisch- und englischsprachige Titel) sowie "deutschsprachige Literatur für Lesben". In der Einleitung zur 2. überarbeiteten Ausgabe steht: "Wie bereits erwähnt sind nicht alle Autorinnen Lesben, ausserdem sind auch die die Hauptpersonen nicht immer lesbisch oder Frauen, wie z.B. in P.D. James "Tod im weissen Häubchen"." Sibylle Dorn verdankte viele Angaben Regula Schnurrenberger. Die Lesbenbücherliste enthält folgende Kapitel: Belletristik - Autobiographisches/Biographien - Gedichte - Krimis - Coming Out - Kinder-/Jugendbücher - Sachbücher - Comics - Science Fiction / Fantasy - Beiträge in Sammelbänden. Die Liste ist online auf der Website fembit.ch zu finden: 3. Überarbeitete Ausgabe

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Umschlag der Lesbenbücherliste (1995)

Text in Sicht
Von 1995 bis 1999 führte die Bibliothek regelmässig unter dem Label "Text in Sicht" Lesungen durch. Liste siehe weiter unten unter Lesungen.

Trivia
1998 gab die Bibliothek eine Fortsetzunggeschichte in acht Folgen, "Schund und Schokolade" heraus, die sich grosser Beliebtheit erfreute.
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Vorderseite eines Falzprogramms von Text in Sicht

Vernetzung
Die Bibliothek hat grossen Wert darauf gelegt, mit den anderen Schweizer Frauenbibliotheken zusammenzuarbeiten. Dazu fanden regelmässige Treffen statt (Genf, Riehen, St. Gallen, Basel, Bern, Brig, Lausanne, Luzern, Schaffhausen, Worblaufen). 1999 führte die Bibliothek die 31. Tagung der deutschsprachigen Lesben-/ Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen in Zürich durch. Unterlagen dazu finden sich im Zürcher Sozialarchiv.

fembit.ch
Auch in der Bibliothek entstand das Projekt "Virtuelle Räume für Frauen". Am 13. Januar 1998 ging die erste Website für Frauenprojekte online. Mit einer Vernissage am 25. April 1998 feierten die Macherinnenn die Geburt von "fembit.ch" im Internet-Café an der Uraniastrasse 3.

Für die Website wurden CHF 30'000 beim Verein "Frauen fordern Räume" beantragt, anlässlich der Versammlung zur Vereinsauflösung am 03.07.1997. Bewilligt wurden CHF 20'000! Die Website wurde ständig erweitert und existiert heute noch.
Text
Kleber zur Vernissage von fembit.ch, neo-orange (6.5x3.4cm

(Die Namensgebung war ein bedauernswertes Opfer mangelnder Französischkenntnisse, sonst wäre nicht "la bite" in den Namen der Website gekommen... Die welschen Feministinnen hatten was zu lachen.)

Mit der verlorenen Volksabstimmung vom 13. Juni 1999 wurden dem AFZ und der Bibliothek die Subventionen gestrichen. Die Bibliothek konnte noch einige Jahre selbstfinanziert bleiben und wurde anschliessend verpackt und in Schwamedingen (Zürich) eingelagert, wo sie noch heute ist. Seit 2014 arbeiten Frauen am Umzug der Bibliothek in Räume, die eine Benutzung zulassen.

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eines der Lesezeichen der Bibliothek

Lesungen[Bearbeiten]

Liste der Lesungen von "Text in Sicht"

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

(Liste nach einer Seminararbeit von Sabina Jacober)

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