ZEFRA - Zentrum für Frauen: Unterschied zwischen den Versionen

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Das ZEFRA war das Frauenzentrum in Luzern.  
 
Das ZEFRA war das Frauenzentrum in Luzern.  
  

Aktuelle Version vom 13. August 2019, 09:35 Uhr

tanzende Frauen - "Logo" ZEFRA Luzern

Das ZEFRA war das Frauenzentrum in Luzern.

Geschichte

Die Webseite von 2002 beschreibt die Geschichte:
"Von 1976 bis 1983 war das erste Frauenzentrum in Luzern in einer Wohnung untergebracht und nur einem kleinen Kreis von Frauen bekannt.
1986: Einige Frauen der OFRA (Organisation für die Sache der Frau) ergriffen die Idee erneut auf. Eine Arbeitsgruppe erarbeitete das Konzept für ein Frauenzentrum Luzern. Das neue Frauenzentrum sollte ein Begegnungszentrum für Frauen ungeachtet ihres Alters, Berufs oder ideologischen Hintergrunds sein - ein Zentrum, in dem verschiedene frauenspezifische kulturelle und informelle Veranstaltungen sowie Dienstleistungen stattfinden sollten.
1988: In einem Pilotversuch wurde im Frühjahr 1988, im Rahmen einer Projektarbeit von Studentinnen der Schule für Sozialarbeit, eine Frauenwoche in Luzern durchgeführt. Mehr als 600 Frauen besuchten die Frauenwoche.
1989: Der Erfolg der Frauenwoche führte 1989 zur Bildung eines Vereins und zur Suche nach Räumlichkeiten für ein Frauenzentrum. Die Stadt konnte zu dem Zeitpunkt dem Verein keine Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Sie hat sich aber verpflichtet, das Frauenzentrum jährlich mit einem finanziellen Beitrag zu unterstützen.
1990: Das zweite Frauenzentrum wurde 1990 an der Mythenstrasse in Luzern, unter dem Namen ZEFRA Zentrum für Frauen, ins Leben gerufen.
1995: Frauenfest zum 5. Geburtstag im Wärchhof mit der "Kapelle Sorelle" und den "Camp Vamps" (GB) [1]
1997: 1997 steht das ZEFRA argen finanziellen Problemen gegenüber. Auf der einen Seite wurde die Miete konstant der Teuerung angepasst; auf der anderen Seite blieb der Beitrag der Stadt gleich. Mit der Rezession gingen auch die Spenden von Firmen, Institutionen und den Agglomerationsgemeinden laufend zurück. In Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe, die ein neues Konzept für das ZEFRA entwarf, haben die Vorstandsfrauen im November 1997 eine ausserordentliche Vollversammlung einberufen, mit dem Antrag, die Rämlichkeiten des ZEFRA an der Mythenstrasse zu kündigen. Das neue Konzept lehnt an der Grundideologie des ZEFRA an. Trotz, dass das ZEFRA überparteilich und überkonfessionell organisiert ist, sollte das neue Konzept frauenpolitischen Themen noch mehr Gewicht verleihen.
1998: Im Juli 1998 zieht das ZEFRA in die neuen und günstigeren Räumlichkeiten an der Vonmattstrasse 44. Der Mietvertrag wurde auf drei Jahre befristet abgeschlossen. Im Jahr 2000 erreicht die Mitgliederzahl des ZEFRA über 400 Vereinsfrauen.
2001: Der Mietvertrag läuft per Ende Juli 2001 aus. Ab Juli 2001 wird die Miete erhöht. Die Kerngruppe (Vorstand) konnte unter den neuen Bedingungen den Mietvertrag nur noch für ein Jahr befristet verlängern. Somit ist die Zukunft des ZEFRA Zentrums für Frauen in Luzern wieder ungewiss."

Verein / Leitbild

Wer wir sind: Wir sind ein Verein von Frauen für Frauen. Der Verein besteht aus aktiv und passiv mitwirkenden Frauen. Unsere vielfältigen Biographien garantieren Offenheit allen Frauen, ihren Anliegen und Themen gegenüber. Der Verein betreibt das Zentrum für Frauen «ZEFRA» und ist politisch und konfessionell unabhängig.
Was wir wollen: Das ZEFRA will Frauen einen Ort bieten, wo sie sich treffen, sich informieren, sich weiterbilden, arbeiten und an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen können. Es bietet Frauen die Möglichkeit, im Kontakt und im Austausch mit anderen Frauen das Selbstwertgefühl und die persönliche Frauenidentität zu stärken. Wir fühlen uns der feministischen Bewegung zugehörig und stehen ein für einen toleranten und gewaltfreien Umgang untereinander und für eine offene multikulturelle Welt, in der Sexismus keinen Platz hat. Unser Ziel ist es, Frauensolidarität zu fördern, Beziehungsnetze zu schaffen und Frauen auf ihrem Weg zu Eigenständigkeit und Emanzipation zu unterstützen. In diesem Sinne steht das ZEFRA allen Frauen, Frauenorganisationen und Frauengruppen offen.
Angebote und Aktivitäten: Das Zentrum für Frauen «ZEFRA» ist ein Treffpunkt für Arbeit und Spass sowie eine Plattform für Diskussionen und Meinungsbildung. Es bietet:

  • Räume für Frauen
  • Kurse
  • Veranstaltungen
  • Bar/Restaurant
  • Bibliothek
  • Werkstätten
  • Dienstleistungen wie Informationen, Infrastruktur, Versand, Werbung

Wir arbeiten zusammen mit anderen Frauenorganisationen an frauenspezifischen Projekten.
Wie das ZEFRA finanziert ist: Das Zentrum für Frauen «ZEFRA» ist finanziert durch

  • Vereinsbeiträge
  • Beiträge der öffentlichen Hand
  • Erträge aus eigener wirtschaftlicher Tätigkeit. [2]

Aktivitäten

  • Frauenbar: Die ZEFRA-Bar, jeweils Freitag von 20.00 bis 00.30 Uhr, ist ein Treffpunkt für Frauen der verschiedensten Biografien. Sie soll Anlauf- und Kontaktstelle sowie Treffpunkt zum Austausch der verschiedensten Themen sein. Die ZEFRA-Bar ist eine der wichtigsten regelmässigen Veranstaltungen im ZEFRA. Manchmal finden während der Bar Vernissagen, Konzerte und vieles mehr statt. Die Bibliothek ist ebenfalls während der Barzeit geöffnet.
  • Frauenbibliothek ab 1990: Die Bibliothek des ZEFRA ist eine der grössten Frauenbibliotheken der Schweiz und umfasst: ca. 2000 Bücher zu folgenden Gebieten: Geschichte, Politik , Gesellschaft, Körper und Psyche, Gewalt und Sexismus, Kultur und Kunst ,Frauenbewegung , Emanzipation, Feminismus Frauen in versch. Kulturen. Belletristik: Romane, Biografien, Krimis, Comics sowie Reiseberichte. Geöffnet ist die Bibliothek jeweils Dienstags 18.00 - 20.00 Uhr, Freitags von 20.00 - 00.30 Uhr und 1. und 3. Samstag im Monat von 10.00 - 14.00 Uhr. Geschlossen: ca. 2002. Die Bibliothek war danach privat gelagert und wurde 2012 aufgelöst. [3] 9. Mai 1992: Treffen der Nationalen Frauenbibliotheken. Von den insgesamt 9 Frauenbibliotheken waren in Luzern Vertreterinnen aus Basel, Bern, Luzern, Riehen, St.Gallen und Zürich vertreten. Die Frauenbibliotheken werden fast ausschliesslich auf der Basis unentgeltlicher Arbeit betrieben. [4]
  • Frauenbrunch: Der beliebte «Frauen-Brunch» findet jeweils am 1. und 3. Samstag des Monats statt. Zahlreiche Helferinnen organisieren diesen gemütlichen Brunch und verwöhnen die Anwesenden mit leckeren Speisen. Mit einem kleinen Unkostenbeitrag geniessen Frauen ein gemeinsames Frühstück in ungewohnter Atmosphäre. Verschiedene Frauentalente der Region unterhalten die «Samschtig-Brunch-Geniesserinnen» mit kulturellen Leckerbissen. Wenn Sie also am Samstag zwischen 10.00 und 14.00 Uhr Zeit haben, dann besuchen Sie uns doch einfach im ZEFRA. Wir würden uns freuen, Sie kennenzulernen!
  • Spielabende 1995
  • ZEFRA-Stamm im Restaurant Hopfenkranz (einen Frauenstamm gab es in den 90er Jahren auch jeweils am Samstag im Restaurant Schiff)
  • Das Lilaphon ist das Informations- und Beratungstelefon im ZEFRA für lesbische und bisexuelle Frauen und Mädchen jeweils Dienstags 18.00 - 20.00 Uhr. Tel. 041 360 30 26.

Veranstaltungen

  • 8. Februar 1995: Andere Normen, andere Werte, eine andere Lebensqualität?, mit Brigitta Schilk, Berlin; anschliessend Diskussion [5]
  • 26. August 1995: 5 Jahre ZEFRA. Aus diesem Anlass möchten die Zefra-Frauen der Bevölkerung einen Einblick in ihre Tätigkeit geben. An einem Info-Stand Unter der Egg werden interessierte Frauen und Männer übermorgen Samstag von 9 bis 13 Uhr über Ziele und Projekte des Zentrums informiert. Zefra-Frauen beantworten gerne Fragen und nehmen Anregungen oder auch Kritiken entgegen.[6]

Literatur

Weblinks

  • Franziska Camenzind Pretreshnja: 4 Jahre ZEFRA : Bewegung, Institution, Innovation im Luzerner Frauenzentrum : Diplomarbeit der Höheren Fachschule für Sozialarbeit Luzern, 1994 Link
  • Die Statuten des Vereins sind auf dem WebArchiv zu finden

Einzelnachweise

  1. Luzerner Neueste Nachrichten, 7. September 1995
  2. Webseite zefra.ch von 2002 im WebArchiv
  3. http://www.ida-dachverband.de/ueber-ida/ehemalige-einrichtungen/
  4. Emanzipation 18/1992, S. 26
  5. Luzerner Neuste Nachrichten / Apero – 02. Februar 1995
  6. Luzerner Neuste Nachrichten – 24. August 1995