Boldern-Tagung

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Evangelisches Tagungs- und Studienzentrum in Boldern, oberhalb Männedorf. Ab 1974 fanden hier jährlich Tagungen für Lesben und Schwule statt.

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1959 bis 1981 leitete Marga Bührig das evangelische Tagungs- und Studienzentrum Boldern, ihre Partnerin Else Kähler arbeitete dort als Studienleiterin.

Lesben- und Schwulen-Tagungen[Bearbeiten]

Ab 1974 organisierten die beiden Frauen jedes Jahr eine Tagung zu "Homosexualität", die später als Lesben- und Schwulentagungen bekannt wurden. Zuweilen war die Nachfrage von Teilnehmenden so gross, dass die Tagung wiederholt werden musste. In den 1980er Jahren fand die Wiederholung auch in der Paulus-Akademie in Zürich statt. Die Boldern-Tagungen waren für viele Frauen ein wichtiger Ort für ihre Orientierung oder für ihr Coming Out als lesbische Frauen. Hier haben sich viele Frauen ineinander verliebt, hier wurden Projekt lanciert - das weitreichendste war die Villa Kassandra - hier wurden Informationen ausgetauscht und Vorträge diskutiert. Als Ilse Kokula 1987 ihren ersten Vortrag zu lesbischen Frauen in der Schweiz der 1920er Jahre hielt, erhielt sie von zwei schwulen Männern die Hinweise darauf, wo das zentrale Material lagerte: Das Protokollbuch des Damenclubs privat in Basel, die Zeitschrift in der HAZ-Bibliothek in Zürich.

2. Symposium deutschsprachiger Lesbenforschung[Bearbeiten]

Das 2. Symposium deutschsprachiger Lesbenforschung wurde 1993 vom SAPPHO - Verein zur Förderung von Frauenforschungsprojekten organisiert, weil die Boldern-Leitung sich offen zeigte und sich die finanziellen Bedingungen in einem tragbaren Rahmen befanden. So fanden sich über hundert Lesben aus dem deutschsprachigen Raum zu diesem Symposium ein.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

http://schwulengeschichte.ch/epochen/6-aufbruch/sichtbarwerden/tagungsort-boldern/programm-und-tagung/

Literatur[Bearbeiten]